Donnerstag, 23. September 2010

Gedanken

"Das, was den Himmel in mir ausmacht ist De (德), die Kraft, das was die Erde in mir ausmacht ist Qi(氣). Wenn die Kraft fließt und sich das Qi sammelt, dann existiert Leben. Deshalb heißt es Jing, Feinststoffe, woraus sich das Leben bildet. Wenn sich die beiden Feinststoffe (von Himmel und Erde, Yang und Yin) gegenseitig festhalten, dann nennt man das Geist.
Das, was dem Kommen und Gehen des Geistes folgt, nennt man Geistseele.
Das, was ebenfalls feinststofflich ist und (am Körper) ein- und austritt, nennt man die Körper-Seele.
Das, womit die Substanz (Körper) verwaltet wird, ist das Herz. Das Herz verfügt über "Reflexion/ Erinnerung“, diese nennt man Gedanken.
Dort wo die Ideen zur Existenz kommen und verweilen, das nennt man den Willen.
Dem Willen zu folgen und das Verweilen zu verändern, das nennt man Denken.
Den Gedanken folgen (bis hin zu) weit entfernten Wünschen, das nennt man Nachdenken.
Dem Nachdenken folgen und daraufhin die Dinge anwenden, das nennt man Wissen.“

Aus dem Huang Di Neijing Lingshu (Fragen und Antworten des Gelben Kaisers zum Inneren)
Das Zeichen "de" 德 kann man mit Tugend oder Kraft übersetzen.

Dienstag, 21. September 2010

Bagua Symbolik 1







Die fünf heiligen Gipfel:
Tai Shan im Osten 泰山, Heng Shan 衡山 im Süden, Song Shan 嵩山 in der Mitte (hier nicht symbolisiert) Hua Shan im Westen 华山 und Heng Shan 恒山 im Norden. Allerdings kann ich die Symbole nicht zuordnen.
Wudangshan zählt nicht zu den fünf heiligen Bergen sondern belegt eine Sonderstellung. Es ist der heiligste der heiligen Berge.
In der Mitte, statt dem Song Shan, finden wir die neun Paläste, die den Acht Trigrammen und dem Zentrum entsprechen. Die Acht Trigramme sind hier anscheinend dargestellt in der Ordnung des Späten Himmels (oder wie ich es lieber ausdrücke: 'Nach dem zutage treten', was der Welt der Erscheinungen entspricht). Demnach müsste die Achse, welche durch das Zentrum verläuft, die Verbindung von Feuer und Wasser herstellen. Allerdings verwirren mich die Linien, das muss ich zugeben, weil sie nicht dem Mopang (magisches Quadrat) entsprechen.
Dazu später noch ein Beitrag.

Karte der Heiligen Berge

über falsche Scham

schäm dich nicht 

zu leuchten und
zu lieben


Schäm dich nicht

kraftvoll zu wirken

zum wohle anderer

und deiner selbst.

schäm dich nicht

besonnen zu reden und

zu handeln.

schäm dich nicht
von ganzem herzen
du selbst zu sein

Schäm dich -

wenn du's unterlässt.


Überarbeitete Version einer "Spur" aus Kirche&Co.de

Freitag, 10. September 2010

de Galloni's Rosarium

de Galloni's Rosarium from pilpop on Vimeo.



"Im Spiegel sah ich unter tausend Dingen mit Blüten beladene Rosenbüsche, die in einem besonderen Teil des Gartens standen und von einer kleinen Hecke umgeben waren. Da erfasste mich ein solcher Drang, dorthin zu gehen, wo ich die Mengen Rosen sah, dass ich nicht um Pavia oder Paris mich hätte enthalten können."

Guillaume de Lorris, Der Rosenroman

Donnerstag, 2. September 2010

Wo ist dein Herz jetzt,

fragt sie und er denkt nach. Noch nie hatte er sich gefragt, wo sein Herz sich befindet, es schlägt in der Brust. Aber wo fühlt es sich? Er sucht, in die Weite, nach einem Ort, wo er das Herz finden kann. Wo hat es sich niedergelassen, wo ist sein Platz? Weil er es in der Weite nicht verorten kann, sucht er in der Tiefe. Nach einer Weile findet er ein Gefühl, wie eine sanfte Wolke, in die sich sein Herz gebettet hat. Und er sagt:" Es ist in Frieden, mein Herz." Und er meint es so.

Dharma

Wenn du dein Dharma* nicht respektierst, dann besteht die Gefahr, dass die Sterne am Himmel sich verirren. (aus: Ulzhan- Das vergessene Licht**)

*Dharma; im Buddhismus das vom Buddha erkannte und verkündete Daseinsgesetz die Lehre von den Vier Edlen Wahrheiten. Hier aber als die hinduistische Ethik gemeint. Hindus sehen die Beachtung des Dharmas nicht nur als Voraussetzung für soziales Wohlergehen, sondern auch für eine gute persönliche Entwicklung. Von der Erfüllung des Dharmas hängt für sie das Karma ab, das die aus den Taten des Individuums entstandenen Resultate beinhaltet (Ursache und Wirkung)
Quelle

**ein Film von Volker Schlöndorff aus dem Jahr 2007

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